Part 2

Nur Eines schien Dir werth zu leben: Die Marken dieser Welt zu sehn; Dort, wo des Eispols Schrecken weben, In des Aequators Glut zu stehn!

Dich schreckte nicht, Dich schien zu locken Der Berge Sturm, das tiefste Meer, Des Kannibalen blut'ge Locken, Der Hauch der Pest, des Wilden Speer.

Was Männer preist: einmal zu schiffen Um dieser Erde weites Rund; Dreimal hast Du's gewagt, den Riffen Zu trotzen und der Meere Schlund.

Und immer kamst Du freudig wieder, Doch diesmal sterbend, wie ein Held, Der siegesmüd und wund die Glieder Heimkehrend erst dem Tod verfällt.

(Wanderer.)

Sei in der Heimat denn willkommen! Auf Dich -- im Grabe stolzer jetzt; Es hat Dich besser aufgenommen Die bess're Heimat doch zuletzt.

Ludw. Aug. Frankl.

[Illustration]

Am

Grabe der kühnen reisenden Wienerin.

Deine Augen sind geschlossen, Und Du siehst die Thränen nicht, Die am Grabe hier geflossen; Dich beseelt ein heh'res Licht!

Deine Wünsche zu gewähren Bilden Sonnen den Verein. Wanderst nun in andern Sphären; Diese Welt war Dir zu klein!

Wir nur fühlen leises Wehen, Was zum Herzen pochend spricht: Ja, es giebt ein Wiedersehen! Wenn das Auge hier auch bricht.

Tml.

[Illustration]

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